Kategorie: News
Ups.... die Zeit rast nur so
Mir kommt es gar nicht so lange vor, aber mein letzter Eintrag ist schon bald wieder einen Monat alt. Also höchste Zeit, mich mal wieder hier zu melden.
In den letzten paar Wochen ist die Natur praktisch explodiert und der Stadtwald ist wie umgewandelt durch all das Laub an den Bäumen. Meine Walkingstrecke ist insgesamt schön schattig, was mir gerade an warmen Tagen sehr gut gefällt.
Die letzte Woche war recht durchwachsen was meine Motivation angeht, aber ich habe meinem inneren Schweinehund nicht nachgegeben und das was ich mir vorgenommen habe, auch durchgezogen, aber auch nichts extra gemacht.
Ich denke das ist in Ordnung so, denn ich muss schon aufpassen, daß ich es nicht übertreibe und zu verbissen werde. Schliesslich will ich für den Rest meines Lebens so *bewegt* weitermachen und das schaffe ich sicher nicht, wenn ich keine Zeit mehr für andere Dinge über habe.
Momentan sieht meine Wochenplanung so aus:
Tagesziel im Wochendurchschnitt: 10.000 Schritte
Mo: 30 Minuten Mittagsspaziergang
Di: 30 Minuten Mittagsspaziergang, abends 1-1,5h Nordic Walking
Mi: 30 Minuten Mittagsspaziergang, abends Kiesertraining
Do: 30 Minuten Mittagsspaziergang, abends 1-1,5h Nordic Walking
Fr: 30 Minuten Mittagsspaziergang
Sa: früh 40 Bahnen (1km) schwimmen, Kiesertraining am Vormittag
So: 1-1,5h Nordic Walking
Montags und freitags kommen meist noch allerhand *freiwillge* Schritte dazu, da ich möglichst viele Wege und Besorgungen zu Fuß erledige, oder an trainingsfreien Tagen gern noch einen Spaziergang mache.
Insgesamt bin ich eigentlich ganz zufrieden mit mir, muss aber noch tüchtig an meiner Nordic-Walking-Technik feilen. Da gibts noch allerhand zu verbessern.
Bewegung macht glücklich!
Nicht zu glauben, daß ausgerechnet von mir (ich hab Sport schon in der Grundschule einfach nur ätzend gefunden) so eine Aussage kommt, aber genau daß hab ich gefühlt, als ich heute Nachmittag auf unserem Kaiserberg unterwegs war.
Freitags ist mein sportfreier Tag und eigentlich hätte ich faul auf dem Sofa rumliegen können. Konnte ich aber nicht, denn die Sonne und der Frühling haben mich einfach nach draussen gelockt. Ich konnte gar nicht anders als rausgehen und laufen.
Tja und als ich meine "Hass-Steigung" den Berg rauf, hinter mir hatte und bei strahlender Sonne und flotter Musik zwischen all dem Frühlingsgrün langlief, da kam mir plötzlich die Erkenntnis wie glücklich ich mich gerade fühlte.
So glücklich hab ich mich mit Schokolade auf dem Sofa nie gefühlt, egal wie sehr ich das auch genossen hab.
Ehrlich gesagt glaube ich, daß ich in diesen paar Wochen mit Bewegung mehr Glücksmomente hatte, als die letzten paar Jahre zusammengenommen. Naja mir ging es psychisch wirklich mies und ich weiss eigentlich immer noch nicht warum eigentlich.
Genau so wenig wie ich weiss, warum ich jetzt plötzlich so viel Energie habe. Vielleicht finde ich das nie raus, ist mir auch egal, Hauptsache es bleibt so!
Jedenfalls verschafft einem jeder Tag an dem man sich bewegt mindestens ein Erfolgserlebnis.
Schon alleine die Tatsache, daß man sich aufgerafft hat, tut gut. Und wenn man irgendwann merkt, daß der steile Anstieg gar nicht mehr zu steil wirkt wie vor ein paar Wochen und man oben ankommt ohne halbtot umzufallen, ist das ein tolles Gefühl.
Tja und abends beim Blick auf den Schrittzähler mit sich selbst zufrieden zu sein, ist einfach großartig.
Erdbeeren mit Schlagsahne schmecken übrigens auch mindestens doppelt so gut, wenn man sie essen kann, ohne eine Gedanken daran zu verschwenden, daß man die jetzt besser nicht essen sollte...
Manchmal kommt es anders....
Schon komisch, gestern hab ich mich schon den ganzen Tag aufs Walken nach Feierabend gefreut und das Wetter hätte besser nicht sein können. Trotzdem hab ich mich sehr quälen müssen und war froh, als ich meine Strecke hinter mir hatte. Mein *Sorgenbein* (das Linke) tat auch streckenweise sehr weh, obwohl es sich doch in den letzten Wochen sehr gebessert hatte.
Da muss ich wohl doch nochmal zum Doc und hoffen, daß er endlich herausfindet, welche Ursache meine Beschwerden haben.
Am Dienstag ging es mir da ganz anders: Ich hatte nicht wirklich große Lust aufs Walken und das Wetter war miesepetrig, aber mein Lauf war einfach herrlich, die Sonne kam zwischenzeitlich raus und hat es mir Riesenspass gemacht. Ich hab es fast ein wenig bedauert, als ich am Ziel ankam und in einem kurzen Anflug von Größenwahn erwägt, noch eine Runde zu walken. Hab ich natürlich nicht, weil meine Zeit einfach zu knapp war, aber für einen der kommenden Sonntage könnte ich durchaus mal eine längere Strecke in Erwägung ziehen.
Positive Nebenwirkungen
Obwohl ich ja erst seit ca. 2 Monaten regelmäßig am Sporteln bin, merke ich jetzt schon einige positive Veränderungen:
- Meine Kondition ist allgemein besser und ich kann wesentlich weiter und schneller Gehen als zu Beginn meines Trainings.
- Mein Bludruck ist von der Untergrenze zu erhöhtem Blutdruck wieder auf Normal gesunken.
- Ich bin in allen Lebenslagen beweglicher geworden und mein linkes Bein, welches ich nicht mehr normal bewegen konnte, kann ich wieder anwinkeln.
- Ich bin nicht mehr ganztägig müde und erschöpft.
- Mein Heißhunger auf Süßigkeiten hat sich verabschiedet.
- Meine Stimmungslage hat sich von "leicht depressiv" zu "meistens gut gelaunt" gewandelt.
Insgesamt denke ich wirklich positiver, habe mehr Antriebskraft und bin viel unternehmungslustiger geworden.
- Ich freue mich auf die steilen Anstiege während meiner Walkingstrecke, statt sie zu fürchten. Ist zwar immer noch eine Plackerei, aber ein tolles Gefühl, wenn man oben angekommen ist.
- Bewegung an frischer Luft bereitet mir tatsächlich Spass und Freude und ist kein notwendiges Übel mehr.
- abgenommen hab ich natürlich auch, sowohl Gewicht, als auch Umfang ![]()
- Wenn ich mal nicht loslaufen kann, dann fehlt mir regelrecht was - ein gutes Zeichen wie ich finde.
Es lohnt sich!
Inalina.
Rückblick und Stand der Dinge.
Mitte Januar diesen Jahres fing eigentlich alles mit einem weiteren "Diätbuch" inkl. Entspannungs-CD an. ("Ich mach dich schlank" von Paul McKenna)
Die Essenz dieses Buches lässt sich in einigen wenigen Punkten zusammenfassen:
- Iss nur wenn Du Hunger hast.
- Iss langsam und lege nach jedem Bissen das Besteck zu Seite.
- Höre sofort zu essen auf, sobald Du satt wirst, egal wieviel noch auf dem Teller liegt.
- Gestalte Dein Leben aktiver und bewege Dich mehr (z.B. mit Hilfe eines Schrittzählers)
Das wars schon, keine Vorschriften wann man was und wieviel davon essen darf und keine Verbote irgendwelcher *bösen* Lebensmittel.
Kling erstmal recht simpel und zu schön um wahr zu sein, aber es wirkt. Zumindest tat und tut es das bei mir.
Zum Buch gehört eine Entspannungs-CD, die unserem Unterbewusstsein positive Botschaften mitgibt und die Veränderungen unterstützen soll.
In den ersten Wochen habe ich die CD wirklich täglich gehört, mittlerweile mache ich das nur noch sporadisch, maximal einmal wöchentlich.
Erstmal habe ich mich nur auf das Thema Ernährung konzentriert und mein Essverhalten bestmöglich den McKenna-Regeln angepasst. Ganz gelingt mir das immer noch nicht.
Nach einigen Wochen dachte ich, daß mehr Bewegung keine schlechte Idee wäre, da meine Kondition wirklich mieserabel war und ich mich sehr unwohl und behäbig gefühlt habe.
Als erstes habe ich mir zur Selbstkontrolle einen Schrittzähler angeschafft.
Normalerweise sollte ein Mensch täglich mindestens 10000 Schritte zurück legen um seine Gesundheit zu erhalten. Ich habe es an einem ganz normalen Bürotag nicht mal auf 5000 gebracht...
Bei meinem Schrittzähler war ein kleines Büchlein dabei ("Walk Dich schlank und Fit" von David Rives).
Dieses Büchlein habe ich in 2-3 Tagen beim Morgenkaffee gelesen und schon während der ersten Seiten, bekam ich unbändige Lust loszulaufen. Woran genau das lag, kann ich nicht sagen, aber die Ausführungen des Autors sind sehr schlüssig, simpel und mit gesundem Menschenverstand geschrieben. Diesen Motivationsschub habe ich ausgenutzt und mich kurzenschlossen bei einem Nordic Walking Kurs angemeldet und erfolgreich teilgenommen.
Den Anstoss zur Änderung meines Lebens hat mir zwar Paul McKenna gegeben, aber ohne das Büchlein von David Rives würde ich wahrscheinlich heute immer noch mehr auf dem Sofa und vorm PC sitzen, als mich zu bewegen und meine Essgewohnheiten wären wahrscheinlich wieder die selben wie Anfang Januar. Das dem nicht so ist, habe ich eindeutig der Motivation dieses kleinen und unscheinbaren Büchleins von David Rives zu verdanken. Ich sollte ihm wahrscheinlich mal eine Danksagung zukommen lassen.
Heute gehe ich täglich insgesamt mindestens 10000 Schritte, jeden Werktag in meiner Mittagspause 30 Minuten stramm spazieren, 3mal wöchentlich ca. 6km Nordic Walken, jeden Samstag Morgen Schwimmen und bin seit kurzem wieder beim Kieser Training angemeldet.
Letzte Woche habe ich die magische Grenze von 100.000 Schritt/Woche überschritten.
Für mich ein großer Meilenstein.
Ausserdem habe ich mittlerweile regelrecht das Bedürfnis mich an frischer Luft zu bewegen und wenn ich Frust habe, kraxel ich lieber den Duisburger Kaiserberg hoch um mich auszupowern, anstatt eine Tafel Schokolade zu essen.
Übrhaupt hat meine Nahrungsmenge proportional zur Bewegungsmenge abgenommen. Nicht daß ich hungern würde, aber ich habe so gut wie kein Bedürfnis mehr ohne körperlichen Hunger zu essen und keine Probleme damit eine Mahlzeit zu beenden sobald ich satt bin.
Mein Gewicht hat sich übrigens seit Ende Januar von 110kg auf 102kg reduziert, ein Abwärtstrend der hoffentlich anhält.
Inalina.